Vorsorge bei Männern — Post-It-Leitfaden
- pcharvalakis
- Aug 26
- 2 min read
Dr. med. Charvalakis, 4 min read
"Vorsorge ist ein entscheidender Bestandteil der Männergesundheit. Viele Erkrankungen lassen sich frühzeitig erkennen und erfolgreich behandeln – vorausgesetzt, man nimmt die regelmäßigen Untersuchungen wahr. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Eckpunkte übersichtlich für Sie zusammengestellt."

Wann starten — und wie oft?
Ab ca. 14 Jahren: regelmäßige Hoden‑Selbstuntersuchung jede 2 Monate empfohlen – besonders wichtig wegen Hodenkrebsrisiko bei jungen Männern
Ab 35 Jahren: alle 3 Jahre Check‑up beim Arzt inklusive Blutdruck, Blutfett, Blutzucker, Urin, Hautkrebsscreening.
45 Jahre aufwärts: jährliche Prostata‑Vorsorge inklusive PSA‑Test (häufiger als Tastuntersuchung).
50 Jahre: Darmkrebsvorsorge – Stuhltest alle 2 Jahre oder Darmspiegelung alle 10 Jahre .
Ab 65 Jahren: Ultraschall der Bauchaorta zur Früherkennung eines Bauchaortenaneurysmas – einmalig empfohlen.
Warum das alles?
Männer nehmen Vorsorge seltener wahr – nur etwa 20 % tun das regelmäßig, verglichen mit 60 % bei Frauen.
Resultat: Männer sterben durchschnittlich etwa fünf Jahre früher, teils wegen fehlender Früherkennung.
PSA‑Test ist im Alter von 45–50 aussagekräftiger als bei älteren Männern wegen weniger Störeinflüsse.
Was gehört zur Vorsorge?
PSA‑Test: Blutabnahme auf prostataspezifisches Antigen; bei erhöhtem Wert gezielte Abklärung per MRT oder Biopsie.
Hoden‑Selbstuntersuchung: bei Auffälligkeiten wie Verhärtungen, Schwellungen → Urologiebesuch.
Check‑Up (ab 35): Blutdruck, Blutwerte, Urin; Haut überprüfen lassen.
Darmvorsorge: Wenn sich aus der Anamnese ein relevanter Hinweis ergibt, sollte ein Stuhltest oder eine Darmspiegelung erfolgen, um präkanzeröse Polypen zu entfernen.
Bauchaorta: Ultraschall auf Aneurysmen ab 65.
Wie bleibt’s hängen?
Kurze Selbsttests (z. B. Hodenabtasten) helfen, aufmerksam zu bleiben.
Aktionen wie "Movember" sensibilisieren für Männergesundheit und Vorsorge.
Ein ganzheitlicher Ansatz: gesunde Ernährung, Bewegung, Stressmanagement stärken Körper und Psyche
Kurz im Überblick – Deine Merkliste
Ab 35 Jahren: Alle Patienten haben alle drei Jahre Anspruch auf einen allgemeinen Gesundheits-Check beim Hausarzt. (Die spezifische urologische Vorsorgeuntersuchung ist allerdings keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen – sie wird in der Regel als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten.)
Ab 45 Jahren: Männer haben Anspruch auf die jährliche urologische Krebsvorsorge – in der Praxis bedeutet das die Tastuntersuchung von Prostata und äußeren Genitalien.
Privatversicherte: Bei den meisten privaten Krankenversicherungen wird die urologische Vorsorge deutlich großzügiger übernommen. In der Regel zählen dazu neben der Tastuntersuchung auch Laborwerte (z. B. PSA-Test) und Ultraschalluntersuchungen.
Empfehlung: Unabhängig vom Versicherungsstatus gilt: Eine regelmäßige Vorsorge beim Urologen ist sinnvoll. Ergänzende Verfahren wie PSA-Bestimmung oder Ultraschall können Veränderungen der Prostata oft wesentlich früher sichtbar machen als die reine Tastuntersuchung.
Eine urologische Vorsorge ist kein „Kann“, sondern ein wichtiger Baustein für Ihre Gesundheit. Gerade Männer zögern oft, bis Beschwerden auftreten – dabei lassen sich viele Probleme frühzeitig erkennen und unkompliziert behandeln.
Warten Sie nicht, bis Symptome Sie zwingen.Kommen Sie zur Vorsorgeuntersuchung in unsere Praxis – Dr. Lipp und sein Team beraten Sie kompetent und individuell.
📞 02602 1063113 – rufen Sie einfach an und vereinbaren Sie Ihren Termin.




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